Wie man einen Elevator Pitch gewinnt – Interview mit James Parsons

James Parsons vom ICC

3 Minuten im Rampenlicht Geschäftsideen und Innovationen vor einem hochkarätigen Publikum in englischer Sprache präsentieren – das ist die Elevator Pitch Night.

Am 30. Januar 2012 findet ab 18 Uhr zum zwölften Mal die Mitteldeutsche Elevator Pitch Night – kurz EPN – in der Veranstaltungslocation DaCapo auf der Karl-Heine-Straße statt. Seit dem Jahr 2000 veranstaltet das ICC Sprachinstitut dieses Event, auf dem innovative Unternehmer ihre Geschäftsideen vorstellen. Was ist das Besondere an der EPN? Das haben wir den Initiator James Parsons gefragt.

James, was unterscheidet die Elevator Pitch Night von anderen Gründer- oder Businesswettbewerben?

Es gibt eine Reihe von Unterschieden zu Wettbewerben wie zum Beispiel den Businessplan-Wettbewerb futureSAX. Für die Elevator Pitch Night müssen keine Businesspläne geschrieben und eingereicht werden. Es reicht die Beschreibung der Geschäftsidee, aber auch eines neuen Produktes oder einer Dienstleistung in einigen kurzen Sätzen.

Und diese Beschreibung wird einer Jury vorgelegt?

Ja. Die Jury entscheidet über die Teilnahme an der Veranstaltung. Am 30. Januar werden dann insgesamt zwölf Pitcher antreten.

Wer sitzt diesmal in der Jury?

Wie jedes Jahr versuchen wir, Persönlichkeiten, aus Wirtschaft, Forschung und Politik der Stadt und der Region für unsere Jury zu gewinnen. Diesmal unterstützen uns unter anderem die neue Rektorin der HTWK Leipzig, Renate Lieckfeldt und der Vorstandsvorsitzende der FIO Systems AG, Nicolas Schumann.

Was ist das Besondere an der Veranstaltung?

Die EPN ist eine Veranstaltung in englischer Sprache. Neben den Moderatoren werden auch alle Pitcher ihre Geschäftsidee auf Englisch vortragen.

Kannst Du uns einige der Auswahlkriterien für die Pitches nennen?

Natürlich. Zum einen ist es die Idee, die zählt. Es muss sich nicht um ein Startup handeln, welches mit einer innovativen Geschäftsidee auf den Markt tritt. Es kann durchaus der ambitionierte Mittelständler sein, der ein neues Produkt oder eine innovative Dienstleistung entwickelt oder einen Verein gegründet hat.

Welche Kriterien werden darüber hinaus mit einfließen?

Der innovative Gehalt der Idee spielt natürlich eine große Rolle. Die Relevanz für die Region, also Mitteldeutschland, bewerten wir ebenfalls. Wenn der Kandidat obendrein der englischen Sprache mächtig ist, stehen seine Chancen sehr gut, an der EPN teilnehmen zu können.

Gibt es neben der englischen Sprache noch weitere Regeln für den Pitch?

Ein Pitch darf maximal 3 Minuten dauern. Die Pitcher müssen frei reden, dürfen also keine Moderationskarten oder Spickzettel benutzen. Und sie müssen während des Vortrags in einem „Fahrstuhl“ stehen.

Daher auch der Name „Elevator Pitch Night“?

Ein Elevator Pitch ist eine Form des sehr pointierten Verkaufsgesprächs. Innerhalb einer sehr kurzen Zeit wird eine Idee mithilfe von sprachlichen Bildern und Vergleichen angepriesen. Eigentlich ist ein Elevator Pitch 30 Sekunden lang, denn länger dauert so eine Fahrstuhlfahrt meistens nicht. Heutzutage nutzt man diese Form der Präsentation vor allem, um Kapitalgeber zu begeistern. Auch das ist auf der Elevator Pitch Night möglich. Nur hat man hier maximal 3 Minuten Zeit.

Nicht nur die Jury, auch die Gäste sind erlesen?

Wir rechnen auch diesmal mit ca. 350 Gästen. Viele aus der Wirtschaft oder von der Presse. Es ist also die optimale Plattform, um ins Gespräch zu kommen.

Wenn man dann die richtigen Vorbereitungen getroffen hat, steigt am 30. Januar 2012 ab 18 Uhr im DaCapo die große Mitteldeutsche Elevator Pitch Night. Wie werden die besten Pitcher bewertet? Und was gibt es zu gewinnen?

Unsere Jurymitglieder bewerten jeden Pitch mit einer Schulnote. Die Summe der vergebenen Noten ist entscheidend. Bewertet werden Idee und Präsentation. Der Gewinner erhält den Hauptpreis von 500 Euro. Darüber hinaus entscheidet die Jury über die innovativste Geschäftsidee. Und es gibt natürlich auch einen Publikumspreis. Neu in diesem Jahr ist der Malta-Preis, der von Malta Enterprises gestiftet wird. Gekürt wird hierbei die Idee, die sich am besten auf den maltesischen Markt übertragen lässt. Der Preis wird von Detlef Bischoff, Jurymitglied der EPN und Honorarkonsul der Republik Malta (für den Konsularbezirk Sachsen und Sachsen-Anhalt), überreicht.

Gibt es 2012 auch wieder einen Medienpreis?

Ja, auch in diesem Jahr wird die BBC wieder einen Medienpreis.  BBC-Worldwide-Reporter Steve Evans bringt sein Kamera-Team mit und wird den Medien-Preis für die Geschäftsidee, die aus Mediensicht das größte Potenzial besitzt.

Darüber hinaus haben alle Gäste die Möglichkeit, bei unserer Tombola eine Reise nach Malaga zu gewinnen.

Gibt es Erfolgsgeschichten, die aus der EPN hervorgegangen sind?

Vor einigen Jahren präsentierte sich ein junges IT-Unternehmen namens itcampus. Heute ist das Unternehmen einer der wichtigsten IT-Dienstleister der Region. Auch die Biotech-Firma euroderm suchte auf diesem Wege nach Kapitalgebern und ist jetzt ein herausragendes und erfolgreiches Unternehmen im Bereich der Herstellung zelltherapeutischer Produkte.

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Die Teilnahme als Pitcher oder Gast beträgt 30 Euro im Vorverkauf oder 35 Euro an der Abendkasse. Ein leckeres Buffet ist inklusive.

Die Vorverkaufsstellen für Ihre Tickets finden Sie hier.

Der Unkostenbeitrag für die Tickets beträgt im Vorverkauf 30 € und an der Abendkasse 35 €, inkl. exklusives Michaelis-Büfett.

Die Vorverkaufsstellen sind: 

  • ICC Sprachinstitut, Nordplatz 9, 04105 Leipzig
  • Der Englandladen, Gottschedstraße 12, 04109 Leipzig
  • Café im Bildermuseum, Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des ICC Sprachinstituts.

Impressionen aus dem vergangenen Jahr:

Diana Schlehahn ist Marketingleiterin und Projektmanagerin der netzideen GmbH. Sie betreut StartUp!Leipzig redaktionell und stellt die Kontakte zu Gründern, Behörden, Initiativen und Experten her.

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